Was bedeutet Livskompetens 50+?
Bei Livskompetens 50+ geht es um das Thema „Lebenslanges Lernen“.
Der gemeinsame Grundgedanke war die Notwendigkeit, die Entwicklungsfähigkeiten eines Menschen über die Dauer seines gesamten Berufslebens und seine individuellen Ressourcen zu entdecken. Der Glaube, dass Individuen viele verschiedene Kompetenzen besitzen und das ganze Leben lang ihre Lebenskompetenz entwickeln, war ausschlaggebend für die Entwicklung des Modells vom „Lebenslangen Lernen“, das alle Lebenserfahrung, Werte und Kompetenzen eines Menschen berücksichtigt.
Das Hauptziel dieses Projekts war es, ein neues Modell zur Analyse der Lebenskompetenz zu entwickeln, welches sich wiederum an Validerungsprozesse als Teil von Modellen arbeitsintegrierten Lernens koppeln lässt.
Das von uns in unterschiedlichen Feldern erprobte Modell der Lebenskompetenzanalyse ist alters- und geschlechtsneutral und hat gute Resultate in Bezug auf die Aktivierung von auf Berufserfahrung basierenden Wissens erzielt. Nach der Validerung ist dann eine individuell angepasste Schulung möglich.
Unsere pädagogische Idee!
Die Einstellung von Arbeitnehmern über 50 hinsichtlich ihrer Möglichkeiten für eine Änderung der beruflichen Ausrichtung ist deutlich negativer als bei jüngeren und das Selbstvertrauen wird durch die Einstellung der Gesellschaft gegenüber der Altersgruppe über 50 zusätzlich geschwächt. Ältere gelten darüber hinaus im Umgang mit Computern allgemein als weniger interessiert. Dafür verfügen sie (naturgemäß) über eine größere Lebenserfahrung und zeigen sich oft überrascht, dass sie über Kompetenzen verfügen, die sie entweder vergessen hatten oder auf dem Arbeitsmarkt nicht für anwendbar hielten.
Ein Teilziel war es, die Schulungsaufwendungen zum Nutzen sowohl für den Einzelnen als auch für die Organisation/Arbeitsumgebung in arbeitsintegriertes Lernen zu investieren. Hierbei zeigte sich, dass dies sowohl für den Einzelnen als auch für die Unternehmen/ Organisationen förderlich ist.
Aus Sicht des Einzelnen ergibt arbeitsintegriertes Lernen folgende Vorteile:
- Bestätigung der tatsächlichen Kompetenz
- verkürzte Lernzeiten
- Steigerung der Motivation und Befähigung, das Berufsleben fortzusetzen
- Erhöhung der Beschäftigungsmöglichkeiten
Aus Sicht des Unternehmens ergeben sich folgende Vorteile:
- höhere Kompetenz innerhalb des Unternehmens ohne allzu große Kostenaufwendungen
- Kontinuität bei den Entwicklungskosten
- bessere Berücksichtigung von krankheitsbedingten Ausfällen und Arbeitsuchenden
Resümee
Die Arbeit mit einem Modell, bei dem die gesamte individuelle Lebenskompetenz analysiert wird, bisher ungenutzte Teile dieser Kompetenz aufgedeckt werden und daraus ein Ausbildungsplan erstellt wird, der dem Einzelnen die Chance zu gibt, so lange im Berufsleben zu stehen, wie er/sie kann und möchte, hat gute Resultate erzielt. Die ca. fünfzig Personen, die bisher eine Lebenskompetenzanalyse gemacht haben, sind sich ihrer Möglichkeiten bewusst geworden und haben ein gestärktes Selbstwertgefühl erhalten. Dies wiederum hat die Motivation erhöht, neue Herausforderungen anzunehmen und die eigene berufliche Situation zu verändern.
Strategische Kompetenzversorgung
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